Sonntag, 14. Juli 2013

Training vom 08.07 - 14.07.2013

Mo: p.m. 17,20km@4:47, darin 5 x (5 Min. I / 4 Min. jog) [I pace = 3:37/km]
Di: p.m. MYRTL-Routine, Blackroll
Mi: p.m. 15,44km@4:34, darin 3 x (12 Min T / 2 Min. rest) [T pace = 3:58/km]
Do: p.m. Blackroll
Fr: p.m. 15,10km@4:32, darin 4 x (2 Min. I / 1 Min. jog + 1 Min. I / 30 Sec. jog + 30 Sec. I / 30 Sec. jog) [I pace = 3:37/km]
Sa: p.m. 10,08km@5:19, MYRTL-Routine
So: p.m. 5,09km@5:03

Gesamt 62,91 km in fünf Einheiten

Diese Woche drohte meine umfangreichste Laufwoche zu werden. Anfang der Woche schlich sich zwar ein Schmerz in die linke Wade, der durchgängig anhielt. Allerdings nur, wenn ich nicht lief. Also beim Treppensteigen zB. Beim Laufen hingegen war alles gut. Die drei Q-Einheiten waren von ihrer Länge her sehr umfangreich und auch die Geschwindigkeiten waren im von mir geplanten Soll. Zum Teil auch schneller. Um die Wade aber nicht unnötig zu belasten, gönnte ich ihr zwei lauffreie Tage. Die Erholung tat so gut, dass ich mit den Q-Einheiten wirklich überaus zufrieden bin. Am Freitag lief ich vor den Intervallen sogar noch gut 7k Fartlek durch einen Wald mit viel Auf und Ab. Dort vergnügte ich mich auch am Samstag auf einer spontanen Runde mit einigen Höhenmetern.
Bis hierhin lief die Woche perfekt. Meine beiden Laufleidenschaften konnte ich super unter einen Hut bringen. Gutes Tempo nach Plan und zusätzlich traumhafte Läufe auf für mich neuen Waldstrecken (Singletrails und auf/ab). Die Woche konnte wirklich nur noch mit einem Long Run abgerundet werden.
Dieser lange Lauf sollte heute zwischen 30 und 36k liegen.
Da dies erst meine fünfte Einheit war, fühlte ich mich ganz gut und körperlich fit dafür. Im Wald angekommen begann ich sogleich das Träumen - die Strecke war bekannt. Das Tempo zügig. Diese Routine/Unachtsamkeit sollte sich alsbald rächen. Ob es nur am Abschalten lag oder auch an schlechter Fußarbeit vermag ich nicht mehr zu sagen. Jedenfalls riss es mich schlagartig aus meinen Gedanken und ich flog gerade zu waagerecht durch die Luft. Irgendwie hatte ich in der Luft einen Arm unter meinen Körper bugsiert. Der Andere gab die Flugrichtung vor. Es fehlte nur noch der blaue Anzug mit dem roten Cape. Die Landung war dann äußerst unsanft und staubig. Vor Schmerz krümmte ich mich seitlinks erstmal eine kleine Ewigkeit auf dem Boden und stieß Schmerzensschreie aus. Ein Blick auf den Garmin (ich trage ihn am Handgelenk nach unten) blieb ohne Daten. Er hatte mitgebremst und sah entsprechend aus. Ich berappelte mich langsam und checkte den Körper. Alles voller Staub und Dreck. Es knirscht zwischen den Zähnen. Aber: Kopf gut. Oberkörper durch den Aufprall auf den Arm etwas schmerzhaft. Linker Mittelfinger dank der Schiene nicht wieder kaputt. Dafür linker Ellenbogen, rechte Hand und linkes Knie voller Blut, Schürfwunden und Dreck. Rechtes Knie geschwollen. Apropos Schwellung. Linker Unterarm dank Garmin auch dick. Stehen geht. Was ist mit Laufen? Geht NICHT! Nun wusste ich auch, wie es zu dem Flug samt Landung kam. Rechter Zeh vs. herausragender Stein im Boden. Nach vielen hunderten Metern des Humpelns endlich wieder die Straße, wo ich auf dem Hinweg schon parkende Autos und Menschen sah. Ich fand eine Familie, die mich ansah, als wäre ich gerade durch den Wald gekrochen. Der freundliche Familienvater, der zum ersten Mal auf Inlinern unterwegs war, fuhr mich nach Hause. Aber erst, nachdem er sich selbst ordentlich hinlegte. Ihn traf ich später im Krankenhaus wieder. Aber vorher zu Hause: duschen, Dreck runter bekommen. Im Krankenhaus dann ambulant Steinchen aus den Wunden kratzen lassen. Röntgen. Warten. Dann die Diagnose: Sommerpause! Genauer: Großzehe re in 2E: Endgliedfraktur mit diskreter lateraler Gelenkbeteiligung. Die Folge: Krücken, Tape, 4 Wochen Laufpause. Und nun? koCKtrail macht Pause - aber nur mit dem Laufen. Ich finde schon Beschäftigung, denn ansonsten heißt es: "Diagnose: Psychose".

Kommentare:

  1. Scheibenkleister Christian.

    Ich wünsche Dir gute Besserung und eine zufriedenstellende Alternativertüchtigung. Mögen die 4 Wochen wie im Flug vergehen!

    √Greetz, eric

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