Sonntag, 21. Oktober 2012

Training vom 15.10. - 21.10.12 / erster Marathon (im Training)


Mo: a.m. 8km Rad p.m. 8km Rad, 2,36km@5:00, 75 Min. Jiu-Jitsu, 2,87km@5:09
Di: p.m. 7,62km@5:03, 45 Min. Pilates
Mi: p.m. 10,37km@4:25, darin 7km@4:06, Rest locker
Do: p.m. 7,22km@4:46
Fr: 
Sa: a.m. 2,34km@4:38, 60 Min. Pilates, 3,26km@5:00
So: a.m. 42,16km@4:58

Gesamt 78,43 km

Eine kuriose und die bisher längste Woche findet einen äußerst versöhnlichen Abschluss. Der Plan für diese Woche war ja, mal zwei Einheiten pro Tag unter zu bringen. Dazu konnte ich mich immer noch nicht motivieren. Montag dann gleich der Kracher: Rippenprellung/anbruch beim Jiu-Jitsu. Bisher war ich nicht beim Arzt, aber insgesamt ist das Ganze sehr hinderlich. Vor allem beim Pilates schmerzt es teilweise deutlich. Jiu-Jitsu dürfte vorerst flach fallen. Froh war ich sehr darüber, dass immerhin das Laufen ganz gut ging. So war die geplante flotte Runde am Mittwoch kein Problem. Auch der Rest lief sich sehr entspannt. Freitag war wie letzte Woche auch schon Trainingsfrei. Zwangsweise, da der Kopf dröhnte. Das frühe und lange Schlafen und entspannen hat sich aber richtig bezahlt gemacht. Samstag waren die Beine sehr locker. Und Sonntag auch. Bevor ich dazu komme, aber erstmal die Vorgeschichte. Ein langer Lauf war der Plan. Ich hatte mir überlegt, 36km abzuarbeiten, evtl. mit etwas Tempo zwischendrin oder zum Ende. Glücklicherweise war mein Bruder mit seinen neuen Marathon-Inlinern da und wir haben uns Samstag spontan für Sonntag um 9 Uhr verabredet für die Runde. Samstag Abend kam eine feucht-fröhliche Silberhochzeit gerade recht. Nachdem einiges an Wein und Bier verschlungen war und der Magen ein ums andere Mal erleichtert wurde, war ich um 3 Uhr im Bett und wollte um 8 Uhr wieder aufstehen. Perfekte Voraussetzungen für einen langen Lauf. Mit flauem Magen und dickem Schädel also aufgestanden. Abgemacht ist abgemacht. Eine Ibu gegen den Kopf und ein halbes Glas Chia-Pudding mit O-Saft als Frühstück sollten reichen. Eine lange Runde oder Tempo waren zu diesem Zeitpunkt keine Option für mich. Ich wäre froh über jeden Schritt, den ich gerade aus machen könnte. Da mein Bruder auf Inlinern war, bekam er einen Rucksack auf. 1 L Wasser, 1 L Salzwasser, 4 Bananen, reichlich Datteln, gesalzene Brezeln und zwei Energy-Gels sollten als richtiges Frühstück und Proviant dienen. Nach einigen Kilometern war ich dann echt froh, dass ich nicht gekniffen hatte. Ab km 5 verbesserte sich das Wohlbefinden stetig. Die Bananen, das Salzwasser und Energy-Gel, die nach und nach den Treibstoff lieferten, hielten mich echt bei Laune und blieben zum Glück komplett im Magen. Nach ca. 12 km kam der Größenwahn. Ich fühlte mich so gut, dass ich vorschlug, die Runde zu erweitern. Mein Bruder, der seine Inliner erst eine Woche hatte, war selbst noch nicht allzu weit mit ihnen gefahren, war einverstanden, und so beschlossen wir, die Marathondistanz durch zu ziehen. Im Kopf also Routen neu berechnet und auch spontane Schlenker machten am Ende die Punktlandung perfekt. Ab km 38 hat meine rollende Begleitung auf mein Geheiss hin etwas Tempo gemacht, sodass der Marathon in 3:29 eingetütet werden konnte. Kaputt aber mächtig stolz kamen wir zu Hause an. Eine kleine, spontane Grenzerfahrung, die mir am Ende die Augen hat etwas glasig werden lassen. Wahnsinn!
Abgesehen von zwei kleinen Blasen keine Blessuren davon getragen. Am Vorabend die Nacht zum Tag machen und den Tagesvollsten markieren werde ich allerdings nicht mehr in Erwägung ziehen, auch wenn dieser komplette Reset meinem Kopf vielleicht auch ganz gut getan hat. Der Lauf war unter diesen Umständen verantwortungslos und verrückt. Aber lohnenswert und jeden Schritt wert. Ein fettes Dankeschön an Carsten, der mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit der perfekte Wingman und Motivator war. Gratulation auch für seinen ersten Inliner-Marathon. Ich freue mich schon richtig auf die nächsten Runden, Bro.

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